19.06.2010 - Viele Runs, doch am Ende reicht es nicht: Kassel 6:16, Hünstetten 8:21
Im Turnier am Samstag auf dem Kunstrasenplatz in Hünstetten konnten die Whippets-Schüler streckenweise an die gute Form anknüpfen, die sie zu Beginn der Saison gezeigt hatten. Stellenweise brachten sie die Teams aus Kassel und Hünstetten (sowie die Scorerin) ganz schön ins Schwitzen, doch am Ende mussten sich die Schüler wegen zu wenigen Hits und zu vielen Fehlern in der Defensive zwei Mal geschlagen geben.
Die erste Partie ging gegen die Herkulessen aus Kassel, die im ersten Spiel gegen Hünstetten 1:10 verloren hatten - das zweite Spiel wollten die Kasselaner daher gewinnen und gingen mit Pitcher Louis von Felden zuerst in die Defensive. Zwar gelangten im ersten Inning zwei Spieler auf Base, wobei sich Jasper Bush bis auf 3 vorarbeiten konnte, doch endete die erste Offensive durch ein Strikeout und zwei F1-Flyouts punktlos. Auch das 2. Offensivinning lief suboptimal für Darmstadt - 3 Up, 3 Down durch K, aber danach hatte von Felden seine 20 Batter voll und wurde im 3. Inning gegen Tom Bergte ausgewechselt.
Der erzielte auch sofort ein Strikeout, doch dann folgten ein Single durch Tim Stöhr (leider der einzige Hit für Darmstadt an diesem Tag) und eine Walk-Serie, die den Südhessen in diesem Inning 6 Punkte einbrachte.
In der Offensive legte Kassel durch Leadoff Tom Bergte gleich mal ein Double vor, und obwohl sich Whippets-Pitcher Yannik Thierolf danach ziemlich unsicher zeigte und viele Walks zuließ, konnte Kassel bei 9 Battern nur 3 Runs erzielen, mit geladenen Bases gelang Thierolf bei Batter 9 das 3. Strikeout.
Die 2. Offensive entwickelte sich zur Vorentscheidung im Spiel durch ein 14-Batter Hit-Walk-Error-Horrorinning. 3 Hits (Bergte, Single und Martin Rüges (Double, Single)) sowie 8 Walks brachten den Nordhessen 10 Punkte ein und damit die 13:6-Führung in der 2. Hälfte des 3. Innings. Es fehlten also noch 3 Runs, dann wäre das Spiel nach der 10-Run-Rule beendet. Es kam, wie es kommen musste: nach zwei Walks und zwei Singles (Vincent Rüges, Tim Holzapfel) war "Ballgame" beim 16:6 Endstand. Schade, denn da hätte mehr für Darmstadt drin sein können.
Für Kassel Herkules spielten (Runs):
Tom Bergte (3), Leon von Felden (3), Louis von Felden (2), Melvin Leinhos (2), Martin Rüges, Max Weber (2), Konrad Sobanski (1), Vincent Rüges (2), Tim Holzapfel (1).
Die Darmstadt Whippets (Runs):
Jasper Bush, Tim Stöhr (1), Julius Ross, Louis Voit (1), Yannik Thierolf (1), Merlin Bendlin (1), Jonas Projahn (1), Leander Deuter, Carlo Ross (1).
Im zweiten Spiel war der Tabellenführer aus Hünstetten der Gegner. Die Storm-Spieler legten auch im ersten Inning gleich los, 5 Hits und 12 Runs nach einem 14-Batter-Inning war das Ergebnis.
Wer jedoch gedacht hatte, das Spiel wäre jetzt schon entschieden, sollte sich getäuscht haben - die Whippets als Heim-Mannschaft hatten Nachschlag, und Storm-Pitcher Charly Walther einen schwarzen Tag. Auch das wurde ein 14-Batter-Inning, hauptsächlich durch 10 Walks, die Walther abgeben musste. Da Batter 14 Strikeout ging, endete das Inning leider mit vollen Bases, aber immerhin 8 Runs. Es stand also 12:8, das war für die letztjährigen Hessenmeister aus Hünstetten sicher eine etwas ungewohnte Situation. Daher führten vor und im 2. Inning beide Coaches zahlreiche Auswechselungen durch - für den Scorer auf jeden Fall eine Herausforderung.
Auch das 2. Inning entwickelte sich zum berüchtigen 14-Batter-Inning, wobei Storm nur 2 Hits landen konnte, an den 9 Punkten für Hünstetten war aber auch die Darmstädter Defensive kräftig beteiligt (10 Walks, 4 Errors) - um es kurz zu beschreiben, es klappte kaum ein Play, wichtige Aus, die das Inning schon nach 3 Runs hätten beenden können, wurden "verschenkt". So stand es 21:8, als die Whippets wieder in den Angriff gingen. Nur 3 Runs, dann wäre das nächste Inning gesichert!
Aber auch im Spiel 2 nahm das Unglück seinen Lauf - bei einem Aus trafen Enrik Voit (1-3) und Jonas Projahn (5-3) zwar den Ball, konnten aber - knapp! - an 1 ausgemacht werden, damit "Ballgame" nach diesem punktlosen Inning. "Schade" sagte auch Storm-Coach Mamat, "das war mal ein interessantes Spiel, da hätten wir gerne weitergemacht."
Für Hünstetten spielten (Runs):
P. Wenzel (nur 1. Inning, 1), C. Wenzel(nur 2. Inning, 2), Lea Göbel (3), C. Walther (3), H. Dickman (2), P. Walde (2), J. Carabajal (3), Marie Klinkau (1), S. Gläsner (2), H. Kehrein (nur 1. Inning, 1), T. Esser (nur 2. Inning, 1).
Die Darmstadt Whippets (Runs):
Jasper Bush (2), Vivian Addison (1), Julius Ross (1), Louis Voit, Yannik Thierolf (1), Merlin Bendlin (1), Enrik Voit (1), Luke Graves (nur 1. Inning, 1), Jonas Projahn (nur 2. Inning), Carlo Ross (nur 2. Inning), Tim Stöhr (nur 2. Inning).
Damit bleiben Hünstetten, Bad Homburg und Kassel auf Platz 1 bis 3 der Tabelle.
Nachdem die Redwings gegen Babenhausen und Dreieich gewonnen haben, stehen sie mit 6-6 auf dem 4. Tabellenplatz. Auch Dreieich hat sein Spiel gegen Babenhausen gewonnen und ist damit an den Whippets vorbeigezogen und nun an Platz 5 der Tabelle, Darmstadt liegt mit 4-9 auf Platz 6 dahinter. Weil für Darmstadt nur noch ein Spiel gegen Babenhausen ansteht, können die Whippets nicht mehr an den Redwings vorbeiziehen und damit keinen Play-Off-Platz mehr erreichen.
Nach dem aktuellen Stand der Tabelle werden die Whippets-Schüler die Saison auf Platz 5, 6 oder 7 abschließen. Welche Zahl es sein wird, entscheidet sich erst am nächsten Spieltag nach den Ferien, am 21. August. Hier werden die Spiele der Vultures sowie das eigene Spiel gegen Babenhausen den Endstand der Tabelle festlegen.
Bilder vom Spiel