1996

Projektwochen, Spielfest und A-Day

Obwohl das Jahr 1996 geprägt war von Maßnahmen zur Steigerung der Akzeptanz und des Bekanntheitsgrades des Baseballsports war man im sportlichen Bereich vielleicht manchmal unorganisierter, aber keinesfalls minder erfolgreich.

Das fast komplett neubesetzte Jugendteam gewann den Frühjahrspokal und zog als Gruppenzweiter in die Play-Offs, um sich hier in spanndenden Spielen gegen die Giessen Busters und die Frankfurt Äpplers die Hessenmeisterschaft zu sichern.

Bei den Deutschen Meisterschaften wurde man nach sehr guten Vorrundenspielen (zwei Spiele wurden mit Ten-Run-Rule gewonnen) und leichten Unsicherheiten in den Platzierungsspielen Vierter. Die Junioren holten sich ebenfalls den Frühjahrspokal und wurden nach einer Saison ohne jede Niederlage, wie die Jugend zum zweiten Jahr in Folge Hessenmeister. Auf der Deutschen Juniorenmeisterschaft belegten sie unter ihrem Headcoach Florian Müller einen sehr guten 3. Platz. Mit Christoph Englert, der auch 1996 wieder zum besten Pitcher der Deutschen Meisterschaft ausgezeichnet wurde, und Etienne Dutoit, stellen die Whippets zwei Spieler der Deutschen Nationalmannschaft. Beide vertraten Deutschland auf der Europameisterschaft in Holland - ein Erlebnis, von dem beide 1992 in Ladenburg nur geträumt haben. Desweiteren sicherten sich die Junioren erneut den 3. Platz beim Juniorenturnier von Regensburg. Darüber hinaus waren Rano Krones, Jörn Roßberg, Kilian Hartmann, Christian Rokohl, Swen Heß , Christoph Englert, Etienne Dutoit und Christian Großmann noch als Auswahlspieler für Hessen erfolgreich. Die Jugendauswahl wurde beim Jugendländerpokal vierter, während sich die Junioren, bei denen die Whippets auch in diesem Jahr wieder das Rückgrat bildeten, den 2. Platz im Ländervergleich sicherten

Das erste Herrenteam wird gemeldet

Da viele Spieler der Juniorenmannschaft aus 1995 zu alt wurden, meldete man 1996 erstmals ein Herrenteam, bestehend aus diesen zu alten Spielern der Juniorenmannschaft und talentierten Neuzugängen, die gemeinsam ein enorm starkes Team bildeten. Gemäß der Verbandsvorschriften musste man im ersten Jahr in der Bezirksliga beginnen, obwohl das Niveau deutlich höher eingestuft wurde. Aufgrund des starken Pitchings von Christian Abel und Jens Dudek und exzellenten Offensivleistungen ("man nannte sie auch die Murderers Row" - zumindest manchmal...) gelang so der direkte Aufstieg nach einer überragenden Saison. Zudem nahm man am Hessenpokal teil und besiegte in den ersten zwei Runden mit Kassel ein Team aus der 2. Bundesliga und mit den Giessen Busters einen Verbandsligisten. Nur die Friedberg Braves als Aufsteiger in die 1. Bundesliga konnten noch nicht bezwungen werden, so dass man sich nach einem Sieg über die Frankfurt Zentauren Platz 3 im Pokal sicherte. Hanns-Peter Schneider und Christoph Englert, die die Whippets im Homerun-Contest vertraten, verpassten nur knapp den Sieg.

Die Jugendarbeit zahlt sich aus: Verleihung des grünen Bands

Im Hessenpokal bildeten die Juniorenspieler die Stütze für den Erfolg. Intensive Nachwuchsarbeit zahlt sich eben, besonders auf lange Sicht, immer aus. Für ihre gute Jugendarbeit und die einmaligen Leistungen der Jugendlichen wurden die Whippets bereits 1996 ausgezeichnet. Sie erhielten das "Grüne Band" für vorbildliche Talentförderung, mit dem ein Geldbetrag von 10.000 DM verbunden ist. Erstmals wurden die Whippets von einem Envoy-Coach besucht und Sebastian Olschok fuhr im Rahmen des WCBF-Programmes nach Japan.