Interview mit Jan Kraft

Pitcher, Papa und Headcoach unserer T-Baller, Jan Kraft ist definitiv eine wichtige Stütze in unserem Club. Wie er selbst zum Baseball kam, und wie er am Memory Field ein solides Fundament im Nachwuchsbereich bauen will, erzählte er uns in einem ausführlichen Gespräch.


Jan, wie lange spielst du schon Baseball, und was hat dich seinerzeit zu den Whippets „verschlagen“?

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher ob ich 1998 oder ´99 angefangen habe, aber ich spiele auf jeden Fall schon über 20 Jahre Baseball. Ich hab damals Urlaub auf einem Camping Platz an der Ostsee gemacht und da wurde im Rahmen des Animationsprogramms unter anderem auch Softball gespielt. Als ich dann nach den Sommerferien wieder in die Schule kam, hing da ein Flyer vom lokalen Baseballteam, und so nahmen die Dinge ihren Lauf…

Zu den Whippets bin ich später über das Uni-Softball Team, die Darmstadt Dragons, gekommen.

Du hattest eine Zeit lang die Buchstaben „AN“ auf deinem Kennzeichen stehen, hast du denn einen direkten Bezug zu Ansbach und den dort stationierten Amerikanern gehabt?

In Ansbach bin ich geboren und aufgewachsen. Dort hat auch meine Baseball Karriere begonnen, bei den Ansbach Red Sox. Die Red Sox haben zu ihren Anfangszeiten auf einem Baseballfeld der Amerikaner gespielt, aber zu meiner Zeit war das leider nicht mehr möglich, da niemand mehr auf das Kasernengelände gelassen wurde. Das war natürlich ein Problem, weil wir dann ohne eigenes Baseballfeld da standen. Dieses Jahr, also nach über 20 Jahren, wurde begonnen in der Nähe von Ansbach ein richtiger Baseballplatz zu bauen… ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt, dass das noch jemals passiert. Dass wir in Darmstadt mit dem Memory Field eine super Baseballanlage haben, kann man gar nicht genug wertschätzen.



Wir vermuten mal, dass du den Coaching Job bei den T-Ballern auch wegen deinem Sohn übernommen hast, richtig?

Ja richtig, den Job als T-Ball Coach habe ich von Martin Quick übernommen als mein Sohn ins Team eingestiegen ist. Ich hab allerdings auch vorher schon eine Zeit lang die Schülermannschaft der Whippets trainiert. Das ist aber schon ein paar Jahre her; mit einigen der Spieler, die damals im Schülerteam waren habe ich jetzt im Herrenteam zusammengespielt.


Ihr seid momentan richtig gut aufgestellt, habt mittlerweile fast „30“ Kids und neben vier Assistant Coaches habt ihr sogar noch zwei Teammanager(-innen)! Ist das die Voraussetzung, die Kids von Beginn an bestmöglich zu fördern?

Tatsächlich sind es sogar fünf Assistant Coaches, über mangelnde Unterstützung kann ich mich nicht beklagen. Beim T-Ball kann man gar nicht genug Coaches haben, die Kids halten uns ganz schön auf Trab. Je mehr Coaches wir sind, desto kleinere Gruppen können wir bei einzelnen Übungen machen. Dadurch können wir die einzelnen Spielerinnen und Spieler besser fördern. Wir haben nicht nur einen sehr großen Kader, sondern mit 3-8 Jahren auch eine weite Altersspanne, die wir unter einen Hut kriegen müssen. Das Beste ist, dass wir so viele Spielerinnen und Spieler haben, dass wir in jedem Training ein Spiel machen können. Was die ganze Organisation angeht, werde ich von unseren beiden Managerinnen tatkräftig unterstützt. Die beiden haben für Ostern auch ein Überraschung geplant, aber ich will nicht zu viel verraten…


Erkläre uns doch mal, was in diesem Bereich, die Jungs und Mädels sind ja teilweise erst 4 Jahre alt, die größten Herausforderungen sind?

Tja, ich würde sagen da kommen mehrere Herausforderungen zusammen. Das geht schon mit der Frage los, wie rum man um die Bases rennt. Die größte Schwierigkeit bereitet den ganz jungen meiner Meinung nach das Fangen. Allerdings bin ich immer wieder überrascht, wie schnell die Kids sich verbessern. Wie die T-Baller beim Schlagen teilweise schon die Bälle weghauen ist wirklich super.


Mit Tamina habt ihr ja eine ausgebildete Erzieherin als Assistant Coach im Team, das ist sicher sehr hilfreich, oder?

Die Autorität einer echten Erzieherin im Coaches Team zu haben ist genial. Wir haben sogar noch eine zweite Erzieherin im Team. Tamina plant, sobald es wieder möglich ist, ihren Trainierschein zu machen. Spätestens dann wird sie nach und nach die Leitung unseres Trainierteams übernehmen, da bin ich mir sicher. Das ist für mich persönlich auch ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich das Team in gute Hände übergeben kann, wenn es bei mir Mal zeitlich nicht mehr hinhauen sollte.


Der Winter war aufgrund der Corona Situation eine richtige Durststrecke für euch, denn Online Training ist in diesem Alter nicht wirklich sinnvoll, oder?

Die Situation, dass wir im Winter nicht trainieren konnten, war wirklich sehr Schade. Wir haben ein paar Onlinetrainings abgehalten, aber das ist natürlich kein Vergleich zu einem richtigen Training in der Halle oder auf dem Feld. Trotzdem war es gut, dass sich alle wenigstens mal wieder sehen konnten. Letzte Woche konnten wir zum Glück wieder mit dem Training auf dem Memory Field starten. Trotz des kalten Wetters waren auch gleich wieder fast alle da, was mich sehr gefreut hat.


Mit welcher Zielsetzung geht ihr in die neue Saison, sofern wir eine haben werden?


Ich bin der Überzeugung, dass wir im Sommer eine relativ normale Saison spielen können. Bei den T-Ballern gibt es keinen festen Spielplan, sondern die Vereine veranstalten Turniere, an denen meist 4-8 Teams teilnehmen. Unser Team war letztes Jahr noch relativ jung. Das heißt, dass keines unserer Kids eine Altersklasse höher gerutscht ist und wir deshalb wieder mit demselben Team antreten werden. Wir haben einige Spielerinnen und Spieler, die schon ein paar Jahre dabei sind und sich wirklich super entwickelt haben. Wenn wir jetzt unseren Trainingsbetrieb fortsetzen können, gehe ich davon aus, dass wir uns vor keiner Mannschaft im Rhein-Main Gebiet verstecken müssen.

Warum sollten Eltern unbedingt darüber nachdenken, ihre Kids mal bei uns ins Probetraining zu schicken?

Wo sonst sollten die Kinder denn lernen wie man einen Homerun schlägt? Außerdem kann man bei uns jede Menge Spaß haben. Die Allermeisten, die bei uns ein Probetraining gemacht haben, sind dann auch dabei geblieben.

Du selbst bist jetzt seit 2012 bei uns in Darmstadt, hast hier viele junge Talente heranwachsen sehen. Was wünschst Du dir persönlich für die Zukunft bei den Whippets, und welche Schlagzeile möchtest Du zum 30-jährigen Jubiläum in der Zeitung über unseren Club lesen?

Auf längere Sicht fände ich es toll, wenn wir in Darmstadt eine Mannschaft in der ersten Bundesliga etablieren könnten. Am besten in einem Zeitraum, in dem ich selbst noch mal mitspielen könnte. Dafür versuchen wir gerade im Nachwuchsbereich das Fundament zu legen. Bis nächstes Jahr wird das vermutlich nicht ganz gelingen, aber die Schlagzeile „Nachwuchsteam der Whippets fährt zur Deutschen Meisterschaft“ wäre stark.

Vielen Dank für das nette Gespräch Jan, und weiterhin viel Erfolg, und vor allem Geduld mit unseren T-Ballern!

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