Interview mit Nina Brinkforth!

Bei den Darmstadt Whippets wird nicht nur Baseball, sondern auch Softball gespielt. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Wie Nina zum Softball und den Whippets kam, und was es bei diesem Sport zu beachten gilt, erklärte sie uns in einem ausführlichen Gespräch!





Nina, du spielst im „Fastpitch Softball“ Team der Darmstadt Whippets. Wie und wann bist Du zum Club gekommen?


Ich spiele seit Ende 2013 beim Uni-Team der Darmstadt Dragons. Es muss 2016 gewesen sein als ein Mitspieler der Dragons auf die Idee kam bei den Whippets anzufragen, ob es nicht möglich wäre auch ein Fastpitch Team ins Leben zu rufen, da er Lust hatte noch mehr Fastpitch Softball zu spielen. Nach einiger

Zeit wurde dann das Fastpitch Team der Darmstadt Whippets gegründet. Schnell kamen noch weitere neue Teammitglieder dazu. Ich trat dem Team 2017 bei nachdem ich gefragt wurde, ob ich nicht auch Lust hätte noch mehr Softball zu spielen... und „Hey hier bin ich!“


Hast Du schon als Kind Softball gespielt, oder bist Du eine „Quereinsteigerin“ ?


Ich bin eine Quereinsteigerin. Ich habe erst mit dem Softball spielen angefangen als ich damals in Hannover studierte. Gegen Ende meines Studiums hatte mich mein Mitbewohner gefragt, ob ich nicht Lust hätte Softball beim Unisport auszuprobieren. Ich hatte es mir mal angeschaut, aber habe zuerst gezögert und bin letztendlich erst in meinem letzten Uni-Jahr ins dortige Softball-Team eingestiegen. Somit hatte ich nur eine Saison Softball dort gespielt. Im Nachhinein ärgert mich es noch heute, dass ich nicht früher mal rein geschaut habe beim Softball. ;-)


Nicht jeder kann mit dem Begriff „Fastpitch“ etwas anfangen. Was genau ist denn der Unterschied zum „Slowpitch“, und warum hast Du dich für „Fastpitch“ entschieden?


Es fängt an bei der Spielerzahl. Beim Fastpitch sind es insgesamt 9 Spieler wovon 3 im Outfield spielen. Beim Slowpitch sind es 10 Spieler (4 Outfielder). Dann ist die Entfernung Pitcher (Spieler, der auf den Schlagmann wirft) zur Homebase beim Fastpitch kürzer als beim Slowpitch. Ein weiterer Unterschied ist bei der Wurfbewegung des Pitchers. Beim Fastpitch macht der Pitcher eine Kreisbewegung (windmill motion) und die Flugbahn des Balles geht gerade auf den Schlagmann zu. Beim Slowpitch wird der Ball in einem Bogen geworfen und fällt aus einer vorgegeben Höhe runter, wo der Schlagmann die Chance hat den Ball zu

treffen.


Der Ball fliegt beim Fastpitch durch die Pitcherbewegung schneller wie es der Name auch sagt. Dadurch geht es bei Fastpitch mehr um Schnelligkeit und Taktik. Und beim Slowpitch liegt der Fokus eher auf Kraft und Power (viele Homeruns). Ein weiterer erwähnenswerter Unterschied ist, dass man beim Fastpitch die Base „stehlen“ darf, d.h. sobald der Pitcher den Ball los lässt, darf man sich von der Base

entfernen, um die nächste Base zu erreichen. Beim Slowpitch muss man warten bis der Ball geschlagen ist und darf sich dann er von der Base weg bewegen. Dadurch, dass ich damals in Hannover beim Unisport Fastpitch angefangen habe, bin auch dabei geblieben.


Generell ist euer Team eine gute Mischung aus Männern und Frauen, offenbar werden bei Euch auch

verschiedene Sprachen gesprochen. Ihr scheint eine coole Truppe zu sein?


Ja, das stimmt. Wir sind eine coole und tolle Truppe mit vielen netten und lustigen Teammitgliedern aus verschiedenen Ländern (Südamerika, USA,..) und mit verschiedenen Mentalitäten. Ein bunter Haufen von Leuten, die alle nur das Eine wollen: Softball spielen.


Was steht denn bei Euch an erster Stelle, Spaß oder Erfolg?


Ich würde sagen: Spaß! Ich bin wegen der Arbeit nach Hessen gekommen und hatte gesehen, dass es hier auch Softball (zuerst nur bei der Uni) gab. Ich finde es ist ein schöner Ausgleich zum Alltagsstress und sehe Softball als mein Hobby an. Und bei meinem Hobby gehört Spaß dazu. Für mich gehört Spaß sowohl ins Training als auch bei den Spielen. Wenn man einfach mal lacht und Spaß hat, dann ist es besser für einen selber und auch fürs Team. Man ist besser drauf und fühlt sich besser. Wobei man aber dabei auch sagen sollte: Mal gelingt es gut, mal könnte es besser sein. Natürlich gehört beim Sport auch Erfolge dazu und ich war begeistert als wir Süd/Westmeister geworden sind mit Auszeichnung und Sportlerehrung. Jeder Erfolg

putscht dich und du versuchst noch besser zu sein als letztes Mal, dabei habe ich aber gemerkt: wenn der Spaß fehlt, dann klappt so vieles nicht vor allem bei mir. Deswegen würde ich sagen: Spaß! (Coach, ich hoffe ich muss nicht Extrarunden laufen, weil es die falsche Antwort war).



Da die wenigsten in eurem Team länger als drei Jahre im Club sind gehen wir mal davon aus, dass

Neugierige bei euch im Training immer gerne gesehen sind?


Auf jeden Fall. Jeder der Lust hat mal mit zu trainieren oder sich das alles mal anschauen möchte, wie wir so ticken, ist herzlich eingeladen vorbei zu schauen.



Wie oft trainiert ihr unter der Woche, und was gilt es zu beachten - vor allem bei der Ausrüstung?


Aktuell findet leider kein Training statt auf Grund der Situation, aber normalerweise trainieren wir im Sommer zwei mal die Woche draußen und im Winter ein mal die Woche in der Halle. Zu beachten fällt mir eigentlich nur ein: Augen auf den Ball. Damit meine ich immer aufmerksam sein während des Trainings,

weil die Bälle fliegen und neben dem etwas in die Irre führenden Namen „Softball“ sind die Bälle ganz schön hart.


Bezüglich der Ausrüstung: Handschuh, Helm, Schläger sind sehr wichtig. Einige Spieler haben sich mittlerweile alle drei Sachen zugelegt. Viele – so wie ich - besitzen nur einen eigenen Helm und Handschuh.

Es ist natürlich von Vorteil, wenn man selber die Sachen besitzt, aber gerade beim Schläger nicht so schlimm, wenn man keinen eigenen Schläger hat. So ein Schläger hat auch seinen Preis. Wenn man bei uns anfangen möchte, müsste man sich nicht direkt alles holen. Wir haben auch Team-Equipment, wo man sich

was leihen kann.


Was sollte man unbedingt mitbringen, wenn man bei Euch im Team einsteigen möchte?


Das ist einfach: Interesse an der Sportart, Lust im Team zu arbeiten und zu trainieren und sehr viel Spaß!!!!


Deine persönlichen Wünsche für das Jahr 2021 und die neue Saison?


Oh die Frage ist leicht zu beantworten: Wieder mit dem Team auf dem Feld zu stehen, zu trainieren, quatschen und Spaß haben!





Vielen Dank für das nette Gespräch Nina und weiterhin viel Spaß bei den Darmstadt Whippets!

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